Ü50: Hausbautipps fürs altersgerechte Gebäude

Ü50: Hausbautipps fürs altersgerechte Gebäude

259
0
TEILEN
altersgerecht wohnen

Auch im Alter darf man noch träumen. Sogar vom eigenen Hausbau. Doch das steigende Alter birgt einige Besonderheiten beim Häuserbau mit, die es zu berücksichtigten gilt. Damit man auch sein neues Eigenheim für die letzten Tage altersgerecht gestaltet, kommt von uns der ein und andere Hinweis, worauf es beim Ü50 Bauen alles ankommt.

Die Wahl der letzten Stätte

Nun, so drastisch ist die Frage nun auch nicht. Doch wer im Alter über einen Häuserbau nachdenkt, der denkt auch darüber nach, wo er denn gerne Wohnen möchte. Zurück in die Natur und Idylle des Landes? Ein Familiengrundstück mit Garten im ruhigen doch belebten Vorort der Stadt? Im Zentrum, so Jubel, Trubel, Heiterkeit den Alltag delegieren?
Fragen Sie sich was sie sich von ihrem Altersruhesitz wünschen, welche Anforderungen und Besonderheiten er zu erfüllen hat. Doch auch, worauf sie im Alter angewiesen sind. Gesundheit: Ist ein täglicher oder regelmäßiger Besuch beim Hausarzt im Stadtzentrum notwendig, ist das zwei-stündig entfernt liegende und ruhende Altersdomizil im Grünen nicht ganz so praktisch.

Wie wir wohnen und leben wollen

Auch wenn, bei guter, gesunder Lebensführung, mit 50 einem die eigenen Beine noch gut und sicher durch den Alltag tragen, ist es eine Überlegung wert beim Planen und Bauen seiner neunen vier Wände für die Ewigkeit darüber nachzudenken, dass das Treppensteigen und Beinliften zu Unannehmlichkeiten führen kann. Wie wird z.B. die Haustür erreicht? Ein anhaltender Trend sind die zwei Stufen zum Hauseingang. Im Alter können diese doch zur wahren Herausforderung werden. Das gleiche gilt für mehrstöckige Häuser. Über die Installation eines Treppenliftes nachzudenken, scheint daher sinnvoll. Wer hier vorplant, hat im Ernstfall später weniger Probleme. Besonders Treppenverlauf und -breite sind Aspekte, die beim Häuserbauen mit Treppenlift zu berücksichtigen sind.

Altersgerechte Hygiene

Man darf es glauben oder nicht, doch gerade der Badezimmergestaltung gilt es im Alter besonders Aufmerksamkeit zu schenken. Hier gilt es vorausschauend zu planen und das betrifft vor allem Anschlüsse, Rohrverlegung und Co. Altersmodernisierungen im Badezimmerbereich zeigen ebenfalls, dass vornehmlich die Zugänglichkeit zu Dusche, Badewanne und Waschbecken angepasst werden muss. Sie sollten zur Ein- und Ausstiegshilfe möglichst von drei Seiten zugänglich sein. Auch eine stufenlos begehbare Dusche erleichtern den Alltag im Alter ungemein.

Die Küche im Alter

Im Alter beginnen alle Bewegungen schwer zu fallen. Das Hantieren in der Küche, einem der bevorzugten Aufenthaltsorte uns Deutscher, wird dadurch auch maßgeblich beeinträchtigt. Da die Küche ein sehr häufig frequentierter Raum der Geselligkeit ist, ist darauf zu achten, dass sie sehr geräumig ist. Zwischen den einzelnen Küchenmöbeln soll ausreichend Platz bestehen.
Auch ist über die Montage, Zweck- und Notwendigkeit von Oberschränken nachzudenken. Sind sie notwendig? Kann über eine bessere, effektivere Lösung vom Verstauen der Gegenstände nachgedacht werden? Alles was man im Alter vermeiden möchte, ist die Notwendigkeit auf den wackeligen Küchenstuhl steigen zu müssen, weil man die Salatschüssel aus der hintersten Ecke des obersten Regals angeln muss.

Die Breite der Türen

So oft einfach übersehen, dabei so zentral: Die Breite der Türen zu den einzelnen Wohnbereichen kann im Alter problematisch werden, wenn man hier nicht vorausschauend plant. Ein Rollstuhl z.B. bedarf einer Mindestbreite von 80 Zentimetern. Man mag beim Hausbau sicherlich nicht an eine solche Einschränkung denken, doch mit breiten Türen und Durchgängen lebt es sich sicherlich sorgenloser.

Abschließendes Fazit

Was einem immer wieder ins Auge springt sind Barrierefreiheit und Geräumigkeit. Beide Kriterien scheinen beim Älter werden zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. Wer beim Häuserbau mit Ü 50 sein Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte, der ist schlau, wenn er auch für die nächsten zehn und zwanzig Jahre plant … und dies schließt Überlegungen hinsichtlich Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Alltagstauglichkeit des Wohn- und Lebensbereiches mit ein.

Viele ältere Paare entscheiden sich für den Haustyp „Bungalow“, bei welchem alle zentralen Räumlichkeiten ebenerdig auf einer Etage erreichbar sind. Die Durchgänge zu den einzelnen Räumen sind ausgiebig und die Wohnung zeugt von natürlicher Helligkeit. Denn dies ist auch ein feststellbarer Trend beim altersgerechten Wohnen: Große, weite Fenster, die die Räume mit natürlichem Sonnenlicht fluten.

Foto: SGENET/www.pixabay.com

KEINE KOMMENTARE

SCHREIBEN SIE UNS

*