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Zähne putzen – die Frage nach der Häufigkeit

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Zähne putzen wie oft

Geht es um die Mundhygiene, ist Regelmäßigkeit Trumpf, so viel ist bekannt. Strittig ist die Frage, wie oft die Zähne geputzt werden müssen. Die einen sagen, einmal am Tag reiche aus für gesunde Zähne, die anderen verschwinden nach jeder Mahlzeit im Bad, um sich die Zähne zu putzen. Selbst Experten sind bei diesem Thema nicht einer Meinung, wobei die meisten Zahnärzte der Aussage „zweimal am Tag“ zustimmen. Unterm Strich klingt zweimal täglich auch logisch, denn daraus ergibt sich, dass die Zähne im Schnitt alle 12 Stunden geputzt werden. Das ist allerdings noch nicht alles, was es zum Thema „Zähne putzen“ zu sagen gibt, der Karies-Teufel steckt im Detail. Da sind sich Dentisten einig – ob es ein Zahnarzt in Köln oder sonst wo auf der Welt ist.

Warum überhaupt Zähne putzen?

Abgesehen von dem persönlichen Frische-Gefühl soll das Zähneputzen schädliche Bakterien davon abhalten, sich zu vermehren. Der Nährboden für Bakterien ist Zahnbelag, Plaque genannt. Dabei handelt es sich um eine klebrige, farblose Substanz, die sich auf den Zähnen ablagert und aus Nahrungsresten, Speichelbestandteile und Bakterien besteht. Kommen neue Bakterien hinzu, vermehren sie sich und produzieren Säuren, die dem Zahnschmelz immens schaden können. Somit erklärt sich fast von selbst, warum die Zähne überhaupt geputzt werden müssen – damit sich so wenig wie möglich gefährliche Bakterien ansiedeln. Doch jetzt folgt das erste Aber: rein von der Logik her könnte man meinen, dass es also sinnvoll ist, sich direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen, um so größtmöglichen Nutzen der Bakterienabwehr zu betreiben. Weit gefehlt!

Wann soll man Zähne putzen? Es kommt darauf an…

Natürlich – wer sich direkt nach dem Essen die Zähne putzt, entfernt Nahrungsreste. Doch mit der zuvor aufgenommenen Nahrung oder Getränken wurde das Klima im Mundraum verändert. Der pH-Wert verringert sich bei säurehaltigen Speisen, das ist zweifelsfrei erwiesen. In der Folge ist der Zahnschmelz weicher und somit anfälliger. Kommt jetzt die Zahnbürste zum Einsatz, richtet sie mehr Schaden als Nutzen an. Obwohl die Bakterien zwar entfernt wurden, können sie beim nächsten Mal deutlich leichter ihr schädliches Werk verrichten, da der Zahnschmelz ja bereits angegriffen ist.

Wie lässt sich das umgehen?

Im Prinzip ist es ganz einfach: Nach dem Genuss säure- oder zuckerhaltiger Lebensmittel dürfen die Zähne nicht direkt im Anschluss geputzt werden. Dazu zählen Obstsorten, Salate, Säfte und sämtliche zuckerhaltigen Snacks. Es wird eine Wartezeit von zwischen 30 und 60 Minuten angeraten. Im praktischen Alltag lässt sich das nicht immer umsetzen, so hat nicht jeder am Morgen die Zeit, nach dem Frühstück noch eine Stunde zu warten, um sich dann die Zähne zu putzen. Die Lösung: Die Zähne einfach vor dem Essen putzen. Das minimiert die Bakterienanzahl im Mundraum und genau diese Bakterienverringerung ist das Ziel. Der Abend sollte immer mit dem Zähneputzen beendet werden. Es dürfte ein Leichtes sein, eine Stunde vor der Nachtruhe nichts mehr zu essen, so können die Zähne geputzt werden, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.

Die strittige Frage ist geklärt

Die Fachwelt ist sich einig: Wer sich morgens und abends die Zähne vernünftig putzt, tut seiner Zahngesundheit Genüge. Wer mag, nutzt die Mittagspause zum Zähneputzen, unbedingt nötig ist das jedoch nicht. Und wer Sorge hat, dass sein pH-Wert nicht ausreicht, kann diesen mit diversen Mundspülungen normalisieren. Mit solchen Mitteln wird der Zahnschmelz relativ schnell wieder gestärkt und die Zahnbürste kann ihm trotz vorangegangener Säurebelastung nichts anhaben. Zu guter Letzt lassen sich Essensreste auch mit Zahnseide entfernen, deren Einsatz von Experten ohnehin absolut empfohlen wird.

Foto: AlexaMurillo/www.pixabay.com

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